Software zur Miete: SaaS
Software as a Service (SaaS) erfreut sich auf dem deutschen Markt immer größerer Beliebtheit. Das Geschäftsmodell, bei dem Dienstleistungen über das Internet zur Verfügung gestellt, betreut und betrieben werden, etablierte sich auf dem US-Markt bereits vor einem halben Jahrzehnt. Seit 2008 schwappt die SaaS-Welle auch nach Europa rüber. Besonders Skandinavien und die Benelux-Staaten stellen sich verstärkt auf das Serviceangebot ein. Noch mehr Service, eine erhöhte Preistransparenz und eine schnelle Einführung machen das Mietmodel gegenüber anderen Angeboten so attraktiv.
Beim Kauf einer Inhouse-Software erwirbt der Anwender nur die Lizenz zur Nutzung der Software. Um die Software auch nutzen zu können, muss ihm manchmal zusätzlich eine Nutzungslizenz zur Verfügung gestellt werden. Zudem muss der Käufer über eine IT-Umgebung verfügen und eigenständig betreuen. Anders bei SaaS: Hier betreibt der Dienstleister für den Anwender die Software. Dieser benötigt dann nur noch einen PC mit Zugang zum Internet. Den Rest übernimmt praktisch der IT-Dienstleister. „Bei unseren CRM-Kunden kommt es gut an, dass sie sich nicht um Installation und Wartung der Software kümmern müssen. Tauchen einmal Probleme mit dem Programm auf, genügt ein Anruf und unser Support kümmert sich darum“, sagt Hermann Silies, Geschäftsführer bei connectiv!.
Bei Supportanfragen kommen oft Remote-Tools zum Einsatz. Dabei können Anwender dem Dienstleister live über das Internet ihren Bildschirm zeigen. Alles, was der Nutzer auf seinem Bildschirm sieht, kann auch der Dienstleister sehen und so Besprechungen, Schulungen und Präsentationen durchführen. „Durch Remote-Sitzungen lassen sich Reisekosten und Zeit sparen. Wir haben das gefragte Know-how, das der Kunde erst mal aufbauen und immer auf aktuellem Stand halten müsste. Software as a Service rentiert sich da einfach mehr für den Kunden“, erklärt Torsten Haverbusch, CRM-Projektmanager bei connectiv!.
Schwierigkeiten bei SaaS bereitet – wie so oft in der IT – das Thema Datenschutz. Experten bewerten das Thema Datensicherheit als entscheidendes Hindernis für den SaaS-Markt. Wer wie connectiv! über ein Rechenzentrum eine Business-Software einsetzt, muss sich mit den gesetzlichen Regelungen der Mieter auseinandersetzen. Dennoch sind die Prognosen für den SaaS-Markt positiv. Mit dem Mietangebot können Anwender ihre kurzfristigen Kosten verringern und Anwendungen und Programme vor ihrer Einführung testen. Die Nachfrage nach IT- und TK-Dienstleistern in Deutschland mit SaaS im Portfolio ist da. Tendenz steigend.
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