Das Internet wird 40
Ein Modem, eine Telefonstandleitung, zwei Computer: Was 1969 als ,Arpanet‘ an den Start ging, wird heute von 1,7 Mrd. Menschen auf der ganzen Welt genutzt. Wer hätte gedacht, dass die Verbindung zweier Computer über Modem und Telefon durch die US-amerikanischen Forscher Paul Baran und Donald Watts Davies in seiner späteren Entwicklung einmal die ganze Welt miteinander vernetzen würde.
Die Vernetzung der Computer via Fernverbindung, die die beiden Wissenschaftler damals schufen, das sog. „Arpanent“ (Advanced Research Projects Agency Network), gilt als der Vorläufer des Internets. Ursprüngliches Ziel des geschaffenen Netzwerkes war es, dezentral unterschiedliche Universitäten, die für das US-amerikanische Verteidigungsministerium forschten, miteinander zu verbinden. Erst verband das Arpanet nur einzelne Forschungsinstitute, doch der Grundstein für die Idee, den Computer nicht nur als Rechner, sondern auch als Kommunikations-medium zu nutzen, war damit gelegt.
Die sogenannten „Interface Message Processors“ (IMP) sendeten einzelne Infos zwischen den Computern hin und her. Sie fungierten als „Sprachmittler“ zwischen den Rechnern und waren die Vorgänger unserer heutigen Router. So verbanden diese „Knotenpunkte“ zunächst zwei Computer, dann immer mehr bis hin zu ganzen Rechenzentren, anfangs jedoch auf die USA beschränkt.
1973 ging schließlich auch Europa „ans Netz“. Damit weitete sich das Arpanet zu einem internationalen Netzwerk aus. Nach Großbritannien und Norwegen folgten immer mehr europäische Staaten. Heute sind 1,7 Mrd. Menschen weltweit online, davon 40 Mio. allein in Deutschland, Tendenz steigend.
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