Die richtige Wahl treffen: Native App oder Mobile Website?
Was bei der Entscheidung für die beste Lösung zu beachten ist
Mit dem Siegeszug von Smartphone und später den Tablet-Computern begann auch die Karriere der App. Ohne Zweifel bietet eine App viel neuen Spielraum, um die Möglichkeiten der Endgeräte innovativ zu nutzen. Der Appstore und die Möglichkeit selbst Apps dort anzubieten verhalfen den Mini-Programmen zu immer höheren Downloadzahlen. Dabei traten mobile Webseiten immer mehr in den Hintergrund. Mit dem neuen Standard HTML5 und getreu dem Motto „Don´t trust the hype“ spekulieren einige nun über eine Machtablösung der App als mobile Anwendung der ersten Wahl. connectiv! schaut sich die Argumente beider Varianten nun näher an:
App-to-date oder doch nicht?
Trotz der visuellen Präsenz und Bedeutung von App´s für mobile Geräte: Eine App für jeden Shop und für jede Website erscheint bei kritischer Betrachtung auf Dauer nicht mehr zeitgemäß. Bereits heute klagen User über die Flut an Apps, die ständig aktualisiert und neu organisiert werden müssen. Zwar erfreuen sich Apps aufgrund der Chancen auf neue digitale Erfahrungen und Geschäftsmodelle nach wie vor großer Beliebtheit. Doch wo ist die Grenze, ab der eine App mehr Last als Nutzen darstellt? Nicht nur SEO-Verantwortliche argwohnen mit dem Umstand, dass eine App und deren Benutzung sämtliche Suchmaschinen durch den direkten Download umgehen.
Die Native App auf dem Prüfstand
Trotz ihres anhaftenden Coolnessfaktor macht die App im Vergleich zur mobilen Website nicht immer Sinn. Durch die inflationäre Entwicklung von Applikationen veralten viele Anwendungen schnell und sind am Ende nicht mehr als reine Speicherplatzblockierer. Und selbst wenn der Nutzen sichtbar ist, darf in der Rechnung nie der hohe Kostenfaktor vergessen werden. Allein auf die Promotion, die Aktualisierung via neuen Download und die Anpassung an verschiedene Betriebssysteme wird oft viel Geld aufgewendet. Im Klartext heißt das: Dort wo eine native App nur die Inhalte einer Website mehr oder weniger 1:1 abbildet macht sie selten Sinn.
Das USP - das größte Verkaufsargument - der App sind Zusatzfunktionen wie ein Barcodescanner: Immer dann, wenn auf Basisfunktionen des Endgerätes selbst zurückgegriffen wird (wie z.B. Kamera, Ortungssysteme) kann eine native App ihr volles Potential entfalten, auch weil sie solch umfangreiche Features technisch besser stemmen kann. Dazu gehören auch die persönlichen Daten: Eine App vermag es umfangreicher den ihr innewohnenden Service dank der persönlichen Daten auf dem Smartphone zu personalisieren - was bei Push-Nachrichten und Location Based Services von großem Vorteil ist. Dazu gehören aktuell noch alle Funktionen die auf Bluetooth bauen und grafisch anspruchsvolle Spieleanwendungen.
Diese ganzen Argumente führen jedoch zu einer gesteigerten Erwartungshaltung an Apps gegenüber der an PC-Software und Websites. Die mobilen Anwender haben wie die Zahlen aus dem Anfangstext zeigen, ein Bedürfnis nach einem Bezug zu ihrer aktuellen Umgebung, zu Tages- und Funktionszeiten, sowie sozialen Kontakten. Doch genau dieser Anspruchshaltung hinsichtlich dieser situativen Wünsche kann eine native App nicht immer gerecht werden.
Der „Hidden Champion“: Die Mobile Website
Bevor die Hürden einer App-Entwicklung also bei der Darstellung mobiler Inhalte genommen werden, lohnt sich ein Blick auf die mobile Website. Besonders zur Gewinnung von Neukunden oder -Usern eignet sie sich wesentlich besser. Speziell der Erstkontakt bzw. -eindruck mit einem Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen ist wichtig: Alleine eine unnütze oder komplizierte App beeinflusst das Firmenimage schon negativ. Mobile Websites müssen in der Regel nur einmal erstellt werden und laufen auf allen Geräten vergleichbar gut. Diese Plattformunabhängigkeit spart nicht nur Kosten, sondern auch Aufwand: Ohne Download, langwierige Genehmigungsverfahren der Appstores und Installation erkennt die mobile Website jedes Gerät und wird individuell, stets aktualisiert und optimiert dargestellt.
Bei mobilen Websites handelt es sich nicht nur um komprimierte Darstellungen bestehender Seiten, sondern auch um eine systematische Umstrukturierung der selbigen. Ziel ist es dem User ein angenehmes Surfvergnügen zu bereiten. Über jeden Browser erreichbar, ruft der Nutzer einfach die bekannte Domain auf oder hat hier die Chance via Suchmaschinen die Inhalte der mobilen Website direkt anzusteuern. SEO und SEM sind mit mobilen Websites ebenso möglich, wie das Aufrufen via QR-Code-Scan. Zwar können sie neue Techniken wie Location Based Services und eine umfassende automatisierte Personalisierbarkeit noch nicht leisten. Doch genau an der Stelle, wo Mobile Website und native App an ihre Grenzen stoßen, gibt es bereits Lösungen, die die Vorteile beider Varianten vereinen wollen…
Native App + mobile Website --> Web-App
Die Unterschiede machen eines deutlich: Das Ziel, das hinter der Darstellung einer mobilen Inhalte steht, muss Basis einer ganzheitlichen Konzeption einer App oder mobilen Website sein. Um die heterogenen Anforderungen der User mittels der Vorteile beider Web-Darstellungsformen gerecht zu werden, bietet sich eine Kombination beider Modelle an. Man spricht hier von sog. Web-Apps, die das gewöhnliche Surferlebnis mobiler Websites mit dem „Touch and Feel“ von Apps aufwerten wollen. Dank der angesprochenen Verwendung des neuen Standards HTML5, neuen Java-Anwendungen und neuen Tools innerhalb von Web-Content-Management-Systemen sind komplexe Funktionen in mobilen Websites immer besser realisierbar. Dazu gehören Bezahl-Funktionen und Multimedia-Anwendungen, die für Web-Apps bald flächendeckende Realität werden können. Für Social-Media-Kampagnen bedeutet das einen gewaltigen Schritt nach vorne: hin zu mehr Möglichkeiten Aufmerksamkeit zu generieren.
Die Zukunft mobiler Anwendungen
Es ist also anzunehmen, dass Web-Apps als Alternative zur nativen App die Lücke zwischen Funktionalität und User-Erfahrung schließen können. Ihrer Überlegenheit bzgl. komplexerer und kontextabhängiger Aufgaben stehen große Kosteneinsparungen zur Seite. In einem wirtschaftlichem Wachstumsmarkt eine Konstellation, die es der nativen App immer schwerer machen wird, weiter die Vormachtstellung zu halten. Sichere Prognosen sind zwar aufgrund der Vielfältigkeit, die uns Software- und Gerätehersteller ganz sicher noch bescheren werden, kaum möglich. Doch eine gute mobile Webstrategie kann helfen, genau auszuloten, welche Lösung für welche Inhalte die richtige ist. Die Web-App als hybride Lösung der neuesten Generation bildet da einen ersten Ansatz, die User auf allen Seiten zufrieden(er) zu stellen. connectiv! hilft ihnen genau bei solchen Fragestellungen, die richtige Entscheidung zu treffen. Bereits heute haben wir fundierte Erfahrungen und technisches Know-how auf diesem Gebiet. Sprechen Sie uns gerne an:
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