Lesen im Web – Text- und Bildsprache für Internetseiten
Von links nach rechts, aber nicht Seite für Seite wie ein Buch: Wie lesen wir im Web? Wie nehmen wir Texte und Bilder wahr? Und wie wirkt sich das auf die Gestaltung einer Webseite aus? Kurz, übersichtlich und verständlich sollen die Web-Texte formuliert sein. Doch wie nimmt unser Auge Bilder, Texte und die Menüstruktur wahr? Welche Anordnung ist sinnvoll und was sollte man tunlichst vermeiden?
Der erste Blick zählt!
Untersuchungen zum Verlauf des Blicks beim Surfen auf eine Webseite haben ergeben, dass sich der Betrachter häufig in Form eines „F“ einen ersten Überblick von der Seite macht. Der Blick bewegt sich langsam von oben links nach rechts, häufig entlang einer waagerechten Menüstruktur. Von dort aus springt das Auge etwas nach unten links und schweift nochmals kurz nach rechts. Danach geht der Blick, weiter am linken Bildrand verlaufend, senkrecht nach unten auf die Seite. Zu diesem Blickverlauf kommt es dann, wenn die Seite dem Nutzer – auf den ersten Blick – ins Auge fällt.
Text entscheidender als Bilder
Anders als viele es vielleicht annehmen, legen Online-User auf Webseiten größeres Augenmerk auf den Text als auf Bilder. Für einzelne Absätze gilt: Je geringer der Textumfang, desto eher werden sie gelesen. Die Scroll-Funktion nutzen Webseiten-Besucher weitaus häufiger als angenommen. Die Inhalte, die weiter unten positioniert sind, müssen jedoch von besonderen Nutzen oder Interesse für den User sein. Präzise und kurze Überschriften sind dabei besonders wichtig.
Bilder: Groß, scharf, authentisch
Große Bilder mit eindeutiger Aussage bleiben hängen. Das gilt sowohl für die klassische Zeitung als auch für die digitale Welt des Internets. Bilder sollen den textlichen Inhalt der Webseite visualisieren und immer den Kontext unterstützen. Werbebilder werden schnell als solche erkannt und wirken abschreckend. Gute Bilder für Internetseiten sind farbig, scharf und nicht mit Motiven überfrachtet. Sie sollten möglichst authentisch wirkende Menschen und keine Models zeigen. Auch Dienstleistungen oder Produkte sollten – gerade bei Unternehmens-Webseiten – in die Bildaussage integriert werden.
Ausdrucken wird weniger
Das Lesen am Bildschirm ist anstrengender als die Printversion. Viele, vor allem die älteren Nutzer, haben gern „etwas in der Hand“ zum Lesen. Dennoch werden immer seltener Texte aus dem Internet ausgedruckt. Immer flachere Bildschirme in immer höherer Auflösung machen das möglich. Bei der Druckfunktion für Webseiten sollte daher nach den Gewohnheiten und Ansprüchen der Zielgruppe entschieden werden.
Das connectiv!-Team berät Sie gern bei der Bild- und Texterstellung für Ihre Unternehmens-Präsenz im Internet. Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.










