Webseiten: Über die Kunst, Digital Natives bei Laune zu halten
Digital Natives zeichnen sich vor allem durch eines aus: ihre kurze Aufmerksamkeitsspanne. Wird Gesuchtes nicht schnell gefunden, bedürfen die Inhalte einer langen Ladezeit oder ist die Menüführung nicht schlüssig, verschwindet der Digital Native schnell wieder von der Webseite. Natürlich sind das Faktoren, die jeden User beim Surfen stören. Mit einem Unterschied jedoch: Der Digital Native verliert hier schnell die Geduld – und begibt sich auf die Suche nach anderen Quellen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Webangebote gezielt auf die Ansprüche von Digital Natives anpassen müssen. Dabei sind einige Details zu beachten – connectiv! zeigt, welche.
Zunächst gilt bei der Konzeption der Webseite: Einfachheit gewinnt! Eine sinnvolle und schlüssige Navigation und die schnelle Bereitstellung aller relevanten Inhalte sollten bei jeder Planung oberste Prämisse sein. Komplizierte Pfade und eine undurchsichtige Organisation der Seite werden schnell gestraft: Während ältere User zur Startseite zurückkehren, entscheidet sich der Digital Native meist, die Seite zu verlassen. Studien, wie beispielsweise die eResult Digital Natives Studie, zeigen, dass junge Internetnutzer wesentlich schneller zu anderen Angeboten wechseln als Vertreter der älteren Vergleichsgruppe.
Um den Digital Native bei Laune zu halten, ist eine Vielfalt der eingesetzten Inhaltsmittel förderlich. Bilder sind von allen Usertypen gewünscht, Informationsseiten sollten sinnvoll illustriert sein. Dem Digital Native scheint das nicht zu genügen: In Studien wurde nachgewiesen, dass der Einsatz von Videos, Animationen und interaktiven Tools die Verweildauer von Digital Natives erkennbar verlängert. Ein vielfältiger Einsatz von Bewegtbildern und Co. hilft also, den Digital Native auf der Unternehmensseite zu halten.
Für Digital Natives eine Selbstverständlichkeit: Austauschmöglichkeiten. Die klassische Kommentarfunktion gehört zur Grundausstattung einer guten Webseite, bestenfalls wird diese ergänzt durch weitere Tools zur Meinungsäußerung. Digital Natives begreifen das Internet vor allem als Mittel zur Partizipation. Fehlen Möglichkeiten zum Austausch, dürfte der Digital Native das übel nehmen – und mutmaßlich an anderer Stelle seinem Ärger Luft machen.
Dies könnte beispielsweise auf Facebook passieren. Um hier Kontrolle zu wahren, ist es für Unternehmen besonders wichtig, Social Media sinnvoll in ihre Webseite zu integrieren. Dabei sollten die Bemühungen über die Implementierung des „Like-Buttons“ hinausgehen, denn die Integration der Webseite ins Facebook-Profil und die kontinuierliche Aufbereitung von Inhalten für soziale Netzwerke sind gleichsam wirkungsvolle Instrumente für das Online-Marketing. Digital Natives erwischt man am besten auf Facebook, Twitter und Co. – hier recherchieren sie zu Produkten, informieren sich über Unternehmen und tauschen sich mit anderen Kunden aus. Social Media bietet Unternehmen so die Möglichkeit, eine wichtige Zielgruppe schnell und effektiv zu erreichen.
Ein Trend sollte bei der Konzeption von Webangeboten zweifelsohne berücksichtigt werden: das Abrufen der Inhalte auf mobilen Endgeräten. Immer mehr User gehen mit Smartphones und Tablet PCs ins Netz, sind rund um die Uhr vernetzt, rufen Inhalte von überall auf. Insbesondere Digital Natives nutzen die Möglichkeiten der mobilen Vernetzung. Produktinformationen werden beim Einkaufen noch schnell online abgerufen, Bewertungen von Produkten studiert, Preise verglichen. Unternehmen, die alle Informationen für mobile Endgeräte schnell und einfach verfügbar machen, haben hier einen wirkungsvollen Vorsprung.
Digital Natives sind sicherlich keine pflegeleichten User, jedoch wichtige Kunden. Unternehmen sind gut beraten, wenn sie die Anforderungen der Digital Natives ernst nehmen: transparent und umfassend informieren, Möglichkeiten zum Austausch bieten und soziale Netzwerke bedienen. Wir von connectiv! beraten Sie gern bei der Konzeption Ihres Webangebots – und unterstützen Sie bei dem Kunststück, die Digital Natives bei Laune zu halten.


















