12.08.2026

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12.08.2026

„Innovation, Vertrauen und Verlässlichkeit“ – Christoph Jung im Interview

Seit dem 10. August 2026 verstärkt Christoph Jung die Geschäftsführung von connectiv!. Gemeinsam mit Lars Rensinghoff und Dirk Thyen wird er die zukünftige Entwicklung des Unternehmens gestalten. Ganz neu ist connectiv! für ihn allerdings nicht: Durch seine bisherige Tätigkeit bei basecom sind Christoph sowohl das Unternehmen als auch viele Menschen und Strukturen innerhalb der Unternehmensgruppe bereits vertraut. Zum Start haben wir mit ihm darüber gesprochen, was ihn an seiner neuen Aufgabe reizt, welche Herausforderungen er aktuell für den Mittelstand sieht und welche Rolle Themen wie Künstliche Intelligenz, Daten und Automatisierung künftig spielen werden. Und natürlich wollten wir wissen, wofür connectiv! aus seiner Sicht in drei Jahren stehen soll.

Christoph, du übernimmst die Geschäftsführung bei connectiv!. Was hat dich an dieser Aufgabe besonders gereizt?

Ehrlich gesagt kam die Aufgabe für mich zu einem Zeitpunkt, an dem ich bereit war für den nächsten Schritt in meiner persönlichen Entwicklung. Die Welt verändert sich gerade rasant, und genau das braucht aus meiner Sicht auch ein Stück Mut.

connectiv! bietet dafür ein spannendes Umfeld – die Chance, wirklich etwas zu bewegen, neue Wege zu gehen und Verantwortung zu übernehmen. Ich habe viele Ideen und eine Vision, die ich gemeinsam mit dem Team umsetzen will, um connectiv! fit für die Zukunft zu machen.

 

Du kennst connectiv! bereits aus deiner Zeit bei basecom. Was zeichnet das Unternehmen aus deiner bisherigen Perspektive aus?

Was mir schon damals aufgefallen ist: die Kombination aus Regionalität und fähigen Menschen. connectiv! hat eine solide Basis, um wirklich etwas zu bewegen – dazu kommen ein guter Service und eine Qualität, die man spürt.

Genau dieses Fundament will ich jetzt nutzen, um gemeinsam den nächsten Schritt zu gehen.

 

Was möchtest du in deinen ersten Wochen zunächst kennenlernen und verstehen?

Im Mittelpunkt stehen für mich die Menschen – Mitarbeitende ebenso wie  Kunden und Partner. Gerade in Zeiten von KI wird der persönliche Kontakt aus meiner Sicht enorm wichtig, vielleicht wichtiger denn je.

Deshalb will ich in den ersten Wochen vor allem zuhören, Beziehungen aufbauen und verstehen, was die Menschen bei connectiv! und um uns herum wirklich bewegt.

 

Wenn du auf unsere Kunden und den Mittelstand insgesamt blickst: Welche Herausforderungen beschäftigen Unternehmen derzeit besonders?

Natürlich dreht sich aktuell fast alles um KI. Ich sehe eine Entwicklung weg vom absoluten Spezialistentum hin zu Allroundern, die sich schnell anpassen können – und die KI effizient einsetzen, statt einfach nur Tokens zu verbrennen.

Gleichzeitig hat man heute die Möglichkeit, fast jede Idee schnell digital umzusetzen. Genau darin liegt aber auch eine Gefahr: Der Mittelstand darf sich nicht verrennen und seine eigentlichen Kernkompetenzen aus den Augen verlieren.

Dazu kommt eine spürbare Unsicherheit und Volatilität im Markt. Man muss sich heute permanent verändern, nur um Schritt zu halten – mehr denn je gilt: Wer stehenbleibt, verliert.

Genau da kommen wir als connectiv! ins Spiel – als Partner, der hilft, in diesem Tempo den Fokus zu behalten, statt sich zu verzetteln.

Technologie allein macht heute keinen Unterschied mehr

Die Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen nimmt weiter zu. Gleichzeitig wachsen Systemlandschaften, Datenmengen und regulatorische Anforderungen. Für Unternehmen stellt sich deshalb immer häufiger nicht nur die Frage, was technologisch möglich ist – sondern was davon tatsächlich sinnvoll ist.

 

Viele Unternehmen kämpfen mit immer komplexeren Prozessen, Systemlandschaften und Datenstrukturen. Welche Rolle kann ein Digitalisierungspartner dabei heute übernehmen?

Technologie allein macht heute keinen Unterschied mehr. Man kann mittlerweile fast alles schnell selbst prototypisieren – die eigentliche Herausforderung liegt woanders: Es muss Sinn ergeben und anschließend auch zuverlässig betrieben werden.
Gerade Unternehmen, deren Kernkompetenz nicht KI oder Technologie ist, brauchen hier Unterstützung, um nicht ineffizient zu werden. KI verleitet schnell dazu, einfach mal etwas umzusetzen – aber die eigentliche Frage ist: Wie geht es danach weiter?
Compliance, EU AI Act, Datenschutz, sicherer Betrieb – das sind Themen, bei denen erfahrene Dienstleister deutlich mehr Erfahrung mitbringen und Unternehmen gezielt unterstützen können.
Genau das verstehe ich unter unserer Rolle als Digitalisierungspartner: beraten, einordnen und von der ersten Idee bis zum sicheren, laufenden Betrieb an der Seite unserer Kunden stehen.
Am Ende geht es dabei immer um Vertrauen – und Vertrauen schaffen keine Systeme, sondern Menschen.

 

CRM, Digital Commerce, Kundenportale und KI entwickeln sich aktuell enorm weiter. Wo siehst du für unsere Kunden die größten Potenziale?

Die größten Potenziale sehe ich aktuell in der Automatisierung und im Agentic Commerce – also darin, dass KI-Agenten zunehmend eigenständig Aufgaben im Einkaufs- und Vertriebsprozess übernehmen.

Dazu kommt das Thema Hyperpersonalisierung – und zwar nicht nur oberflächlich, bei den Kanälen oder Oberflächen, über die bestellt wird, sondern zunehmend auch bei den Produkten selbst, die individuell auf den Kunden zugeschnitten werden.

Und gerade im B2B-Bereich sehe ich viel Potenzial in Agenten, die Einkäufer aktiv unterstützen – bei der Recherche, bei Bestellprozessen und bei wiederkehrenden Aufgaben.

Ein Trend, der gerade richtig an Fahrt aufnimmt, ist Agent-to-Agent-Commerce im B2B: Da verhandeln und transagieren nicht mehr nur Mensch und Plattform, sondern Einkaufs- und Vertriebsagenten direkt miteinander – etwa wenn ein System automatisch nachbestellt, sobald ein Lagerbestand einen Schwellenwert unterschreitet.

Für unsere Kunden bedeutet das: Wer diese Entwicklungen jetzt versteht und sauber in seine Systeme integriert, verschafft sich einen echten Vorsprung.

Beratung oder Umsetzung? Bewusst beides.

Neue Technologien zu verstehen, ist das eine. Sie nachhaltig in bestehende Prozesse und Systemlandschaften zu integrieren, das andere. Genau an dieser Schnittstelle sieht Christoph die zukünftige Rolle von connectiv!.

 

Welche Rolle soll connectiv! künftig für seine Kunden spielen – technologischer Umsetzungspartner, strategischer Berater oder beides?

Beides – und zwar bewusst nicht getrennt.
Wir sind kein großer Tanker, sondern eher ein schnelles Sportboot: wendig genug, um mit dem Tempo der Entwicklung mitzugehen. Aber wir wollen auch jemand sein, der nach der Beratung nicht einfach wieder weg ist, sondern die Umsetzung aktiv begleitet und mitgestaltet.

Gleichzeitig stehen wir über GWS und die Atruvia-Gruppe auf einem Fundament, das auch größeren Kunden das nötige Vertrauen gibt. Die Kombination aus Beweglichkeit und Verlässlichkeit ist aus meiner Sicht genau das, was der Markt gerade braucht.
Ein Thema, das dabei für mich ganz zentral ist: Daten.

Ohne eine saubere Datengrundlage bringt die beste KI nichts – Shit in, Shit out. Deshalb sehen wir uns nicht nur als Berater für Strategie oder Umsetzung, sondern auch als Partner, der hilft, genau dieses Fundament erst zu schaffen, bevor man auf KI aufbaut.

 

Was dürfen bestehende Kunden von connectiv! unter deiner Geschäftsführung erwarten?

Im Kern gilt für unsere Bestandskunden alles, was ich zu unserer Rolle als Partner gesagt habe – nur eben mit dem Vertrauensvorsprung einer bestehenden Beziehung.
Sie können sich auf uns als verlässlichen Begleiter verlassen, der nicht nur berät, sondern auch umsetzt und dranbleibt.

Neu ist vor allem, dass wir dieses Fundament jetzt konsequent um KI-Kompetenz erweitern, ohne dabei zu vergessen, worauf es wirklich ankommt: gute Beziehungen und ein wacher Blick auf das, was für den jeweiligen Kunden tatsächlich sinnvoll ist.

 

Wenn ein Kunde in drei Jahren gefragt wird, wofür connectiv! steht – was würdest du dir wünschen, dass er antwortet?

Ich wünsche mir, dass unsere Kunden dann sagen: connectiv! hat uns geholfen, in einem Marktumfeld, das sich ständig verändert, nicht die Orientierung zu verlieren – sondern effizienter zu werden, sinnvoll zu automatisieren und Technologie dort einzusetzen, wo sie wirklich einen Unterschied macht.

Wenn am Ende drei Begriffe hängen bleiben, dann diese:
Innovation, Vertrauen und Verlässlichkeit. Gerade in einer Welt, die sich so schnell dreht, ist genau diese Kombination selten geworden.

 

Zum Abschluss etwas persönlicher: Was sollten Kunden, Partner und neue Wegbegleiter über Christoph Jung wissen?

Stillstand ist einfach nicht meins – das wäre mir zu langweilig.

Mich interessieren Menschen und Technologie gleichermaßen, und genau aus dieser Kombination ziehe ich auch meine Energie für viele neue Ideen.

Privat bin ich Familienvater von zwei Jungs, und wenn ich nicht arbeite, bin ich meistens beim Sport – Fußball und Mountainbiken – oder auf dem Wasser mit meinem Boot unterwegs.

Und das wissen wenige: Ich bin auch ein bisschen Trekkie.

 

Gemeinsam das nächste Kapitel gestalten

Mit seinem Start bei connectiv! bringt Christoph neue Perspektiven und Ideen mit – gleichzeitig baut er auf dem auf, was connectiv! seit vielen Jahren auszeichnet: persönliche Beziehungen, technologische Kompetenz und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden.

In einem Markt, in dem technologische Möglichkeiten und damit auch die Komplexität rasant zunehmen, soll connectiv! deshalb vor allem eines sein: ein Partner, der Orientierung gibt, Chancen realistisch einordnet und aus guten Ideen Lösungen macht, die langfristig funktionieren.

Oder, um es mit Christophs Worten zu sagen: Innovation, Vertrauen und Verlässlichkeit.

Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

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